Okay, Hosen runter! Mein Blog-Artikel letzte Woche war ein Fiasko! Ich habe gefühlt ewig gebraucht, bis er fertig war. Tatsächlich war es wirklich gut doppelt so lang wie sonst. Und das, obwohl ich die Tricks und Kniffe für effektives und zeitsparendes Bloggen kenne und normalerweise recht schnell bin, zumindest bei meinen eigenen Artikeln. Was ist also passiert? 

Nun, ganz einfach: Ich habe mich nicht an die Regeln gehalten. Wider besseren Wissens habe ich alles ignoriert, was ich übers Bloggen weiß, meine eigenen Tipps nicht umgesetzt und deshalb eben so viel länger gebraucht als sonst.

Fehler 1: Ich habe Gedanken nicht festgehalten

Die Idee für den Artikel hatte ich im Kopf, schon einige Tage. Aber statt mir immer mal wieder Notizen dazu zu machen, wenn mir etwas einfiel, hab ich all diese Gedanken einfach so im Nichts verschwinden lassen. Grober Schnitzer!

Fehler 2: Die Idee war da, aber kein Konzept

Der zweite Fehler war, dass ich keinerlei Konzept für den Artikel hatte. Wie gesagt, das Thema war da, mehr aber auch nicht. Ich habe dann zwar ein bisschen zum Thema Floskeln recherchiert (aha, immerhin diesen Tipp habe ich beherzigt!), mir aber auch dazu keinerlei Notizen gemacht. Und auch kein Konzept, keine Struktur für den Artikel.

Meistens blogge ich hier mit der Hand am Arm, ich schreibe meine Artikel einfach so runter. Dann lasse ich sie ein paar Tage liegen und gehe sie nochmal durch, stelle manchmal Absätze um oder ergänze Informationen. Das funktioniert für mich sehr gut, weil ich geübt darin bin. Für manche Artikel brauche ich aber auch ein Konzept. Da schreibe ich mir dann einen roten Faden auf, schaue, wie man inhaltlich gut überleiten kann von einem Punkt zum nächsten, überlege mir, was die Kernaussage sein soll etc. Und genau das hätte ich letzte Woche auch tun sollen.

Warum ein Konzept wichtig ist, darüber hab ich hier schon mal geschrieben. Es hat auch einfach den Vorteil, dass man sich inhaltlich schon mit dem Thema beschäftigt, sich Gedanken macht, was für die Leser wichtig ist und was man mit einem Artikel aussagen und erreichen will. Hätte ich für den Blog-Artikel letzte Woche ein Konzept gehabt, hätte ich mich beim Schreiben an diesem entlanghangeln können. Hab ich nicht getan, setzen, sechs!

Fehler 3: Schreiben und direkt veröffentlichen

Und dann hab ich auch noch einen weiteren Fehler begangen: Ich habe den Artikel direkt nach dem Schreiben veröffentlicht. Wenn ich ihn heute nochmal durchlese, dann würde ich glücklicherweise nicht viel anders machen. Aber das hätte auch in die Hose gehen können. Denn wenn wir uns mit einem Thema intensiv beschäftigen und darüber schreiben, legen wir oft Scheuklappen an und vergessen wesentliche Punkte – weil sie uns selbstverständlich erscheinen oder weil wir in diesem Moment einfach nicht dran denken.

Deshalb schreibe ich meistens donnerstags oder samstags meine Artikel, die dann montags veröffentlicht werden. Vorletzte Woche hatte ich einfach keine Zeit dazu, also hab ich mich am Montag hingesetzt und wollte mal eben schnell den Artikel schreiben. Aus „mal eben schnell“ wurden dann gut 2,5 Stunden – viel mehr Zeit, als ich eigentlich eingeplant hatte. (Ich rechne für die meisten Artikel ungefähr eine Stunde, für manche ein bisschen mehr. Ja, das geht ratzfatz für die Artikel hier im Blog. Das liegt aber auch daran, dass ich hier einfach schreiben kann, wie mir der Schnabel gewachsen ist, mir keine Gedanken übers Wording machen muss etc. Bei Artikeln für Kunden brauche ich auch länger.)

Es muss nicht alles perfekt sein!

Auch diesen Artikel habe ich erst heute geschrieben und direkt veröffentlicht – ich war ja durch das Fiasko mit dem letzten schon montags in Zeitnot. So kurzfristig funktioniert das auch mal, aber nur, weil ich nicht nur die Idee für das Thema im Kopf hatte, sondern auch direkt das Konzept dazu. Die Struktur stand schon fest, ich musste wirklich nur noch schreiben. Das hab ich gemacht, hab den Artikel bis nach der Mittagspause liegen lassen, dann nochmal durchgelesen und ihn veröffentlicht. Ideal ist es nicht, denn Tippfehler findet man so nicht unbedingt. Man weiß ja, was man geschrieben hat und was man lesen will. Ich habe deshalb besonders aufmerksam korrigiert und hoffe, dass sich nicht allzu viele Fehlerchen eingeschlichen haben ?

Mir waren die Fehler, die ich letzte Woche gemacht habe, nur allzu bewusst. Entsprechend unwohl hab ich mich auch gefühlt. Mir war zwar klar, dass der Artikel inhaltlich gut war, aber ich wusste auch, dass er viel besser hätte sein können. Und vor allem, dass ich viel Zeit verschwendet habe, die mir hinterher gefehlt hat.

Du machst diese Fehler beim Bloggen nicht!

Aber vielleicht ist es ganz gut, manchmal solche Fehler zu machen. Denn das schärft den Blick aufs Wesentliche, man macht sich mal wieder bewusst, wie es richtig geht. Und immerhin ist daraus ganz spontan auch dieser Artikel entstanden. Der dich hoffentlich vor diesen Fehlern bewahrt! Und falls du merkst, dass du den einen oder anderen auch gelegentlich machst, dann zeigt er dir, dass es auch anderen so geht und du nicht alleine bist. Wie schrieb Simone Tontsch grade so schön in meiner Facebook-Gruppe?

Es lebe der Imperfektionismus!

Wie ist das bei dir? Hast du auch schon bewusst Fehler beim Bloggen gemacht? Welche waren es? Und was tust du, dass das nicht wieder vorkommt?